Kirchen und Kapellen

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"St. Wendelinus" Ailertchen

Die Geschichte einer Kapelle in Ailertchen geht auf das Jahr 1764 zurück. Die heutige Filialkirche „St Wendelin“ wurde am Wendelinustag dem 20.10.1931 von Pfarrer Giesendorf feierlich benediziert. Auch diese wurde mehrfach umgestaltet, 1981 wurde der neue Altar von Bezirksdekan Karl Wagner konsegriert, 1989 wurde die Altarwand von Prof. Jost neu ausgemalt.

Quelle: Chronik von Schönberg

"Maria Heimsuchung" Höhn

Ob die Grundherrschaft Höhn schon eine Kirche besaß geht aus den Urschriften nicht hervor. Die Gründung muß auf jedenfall vor 1000 geschehen sein. Denn in diesem Jahr übertrug Erzbischof Ludolf von Trier 994-1008 den Zehnten des Kirchspiels Höhn im Tausch für den Hof Eschelbach bei Montabaur an das Koblenzer Florinstift, das ohnehin ja als Grundherr fungierte.

Gesichert hingegen die Pfarrer seit 1100. Während der Zeit von Zeit von 1560 bis 1630 war Höhn evangelich. Ursprünglich Johannes des Täufers und Valentinus geweiht. Seit dem Umbau 1644 St. Maria.

Im laufe der Jahrhunderte wurde die Kirche oft umgebaut, vergrößert, geändert, von der Unterkirche bis zu den 3 Chorräumen. In den 60er Jahren umgebaut zur heutigen Form.

"Mariä Geburt" Irmtraut

Im Jahre 1785 sollte die Kirche in Irmtraut angebaut werden, da der Verfall von Mauer und Dach bereits so weit fortgeschritten war, musste man von Grund an neu aufbauen. Mit vollem Einsatz des erste Pfarrers Hartmann und der Gemeinde wurde fast als Neubau 1785 die Pfarrkirche Mari Geburt (s.t. Natiitatis B. Mariae V.) errichtet.

Mit dem geringen Anbau und dem Einbau der Empore gewann man den doppelten Raum. Übernomen wurde ein kleines achteckiges Renaissancetaufbecken.

1974-1975 wurde unter Pfarrer Bub ein großangelegter Kirchenumbau mit Neubau des Pfarrheims vorgenommen.

"St Hubertus" Rennerod

1362 erster Bau einer Kapelle in Rennerod, das Taufbecken stammt vermutlich aus dieser Zeit.

Nach etlichen Renovierungen im Laufe der Jahrhunderte wurde in den Jahren 1875 – 1877 ein Neubau im neugotischen Stil um die alte Kapelle herum geplant und errichtet. Diese Kirche wurde am 25. Juni 1884 dem Hl. Hubertus geweiht, das Kirchweihfest somit auf den 3. Sonntag nach Pfingsten festgelegt.

Bei der Bombardierung von Rennerod am 16.03.1945 wurde auch die Kirche beschädigt.

Im Zuge der Renovierung in den 50er Jahren wurden Hochaltar und Skulpturen entfernt, der Chorraum umgestaltet, im Längsschiff wurde eine stilwidrige Kassettendecke eingezogen und alle Wände weiß gestrichen.

In den Jahren 1967/68 wurde das Querhaus erneuert, die alten kleinen Seitenschiffe wurden abgerissen und durch große ersetzt - dadurch sollte die Kreuzform betont werden. Der Altar kam in die Mitte, die geschnitzten Kommunionbänke, Beichtstühle, Bänke und die Kanzel wurden entfernt. Der Haupteingang wurde verschlossen und Seiteneingänge geschaffen. Die Treppe zur Empore wurde entfernt, der Zugang erfolgte durch eine Treppe im Turm. Am 1. September 1968 wurde das Gotteshaus neu geweiht.

Eine erneute Umgestaltung erfolgte von 1988 -1991. Um die Verbindung von Langhaus und Querhaus harmonischer zu gestalten, bekamen die Öffnungen Spitzbogenform. Die Kassettendecke wurde entfernt und damit die Verkündigungsszene über dem Altar freigelegt. Der Haupteingang wurde wieder geöffnet, die Seiteneinänge verschlossen. Eine neue Treppe führt zur Empore, die Wände sind nach historischen Vorgaben bemalt, die Heiligenfiguren wurden wieder aufgehängt. Der neugotische Hochaltar ist eine Dauerleihgabe der Kirchengemeinde St. Anna in Herschbach/Selters. Die erneute Einweihung fand am 30. Januar 1994 statt.

Die jetzige Orgel wurde von der Fa.Fischer und Krämer aus Endingen gebaut und gilt als eine der besten im Westerwald.

Quelle: „Rennerod und sein Raum“ (S.203ff)

"St. Josef" Schönberg

Geschichte: Erstmalige Erwähnung 936, bestätiger Pfarrsitz Schönberg seit 1100. Auf dem Gelände der heutigen Pfarrkirche mit den Grenzen des Pfr.Eiselweges, Mittelweg und Grube Nassau Str. befand sich der Pfarrhof mit Pfarrhaus, Stall und Scheune sowie einem Brandweiher. Als erster Pfarrer wird Johannes von Driedorf genannt ab 1100, er wohnte auf dem Pfarrhof jedoch die erste Kirche, Kapelle stand in Höhn, auf den Grundmauern die heutige Kirche steht, sie wurde mehrfach umgebaut, wovon der älteste Teil, der Marienchorraum auf die Grundkirche zurück geht.

Den Bau einer Hauskapelle auf dem Pfarrhof in Schönberg 1744. 1792 wurde dann die Kapelle in Schönberg von Fürst Clemens Wenceslaus, Kürfürst, Erzbischhof von Trier eingeweiht. 1891/92 wurde die heutige Pfarrkirche , die von Pfarrer Eisel erbaut und Bischof Karl Klein am 05.09.1892 eingeweiht. Seit 1958 eigenständige Pfarrkirche. Nach mehreren Renovierungen wurde sie zur Hundertjahrfeier 1992 innen in Neugotischem Stiel ausgemalt und ausgestattet und erstrahlte neu in alter Pracht von 1901. Der Altar wurde am Josefstag 1977 von Domkapitular Fromm konsegriert. Die Einweihung am 19.März 1992 übernahm Bischof Franz Kamphaus.

Zur gleichen Zeit 1892 wurde auch das Pfarrhaus erbaut, das im Bausteil an ein kleines Schloss erinnert.

Das neue Pfarrheim wurde zwischen Pfarrkirche und Pfarrhaus 1991 eigeweiht.

Der 19. März, dem Patronatstag ist bis heute ein großer Festtag und mit einem besonderen feierlichen Gottesdienst begangen. Einen besonderen Wert dieses Tages, am 19.03.1945 wurde während des Gottesdienstes unterhalb von Schönberg ein Monitionszug bombadiert und niemand kam zu Schaden.

Quelle: Chronik von Schönberg

"St. Kilian" Seck

Es spricht vieles dafür, dass Seck bereits im 9. Jahrhundert eine Holzkirche hatte, die von dem Konradiner-Bischof Rudolf von Würzburg (892-908) dem hl. Kilian geweiht wurde. Im Jahre 1212 wird ein Pleban (Priester) zu Seck urkundlich erwähnt. Das erste schriftliche Dokument einer Kirche zu Ehren des hl. Kilian stammt aus dem Jahre 1422. Bei der damaligen Kirche, deren Erbauung wohl dem 13. Jahrhundert zugeordnet werden muss, handelte es sich um eine spätromanische dreischiffige Pfeilerbasilika aus Basaltlava mit flacher Holzdecke und zwei Chorflankentürmen, von denen der Südturm jedoch nur in den unteren Geschossen vorhanden ist. Die ursprünglich vorhandenen Seitenschiffe wurden 1637 abgetragen.

Die St. Kilianskirche diente im Mittelalter einem großen Kirchspiel, welches über Rennerod bis zur Lasterbach reichte, als Mutterkirche. Elsoff wurde erst 1532, Rennerod erst 1614 zu einer eigenständigen Pfarrei.

Nach dem Rechtsatz "Cuius regio, eius religio" war Seck seit 1565 evangelisch, kehrte aber 1637 nach dem Verkauf des Dorfes an Johann Ludwig zu Nassau-Hadamar zu katholische Glauben zurück.

In der Nacht zum 29.6.1878 wurde die Kirche durch einen Großbrand vernichtet. Dem damaligen Pfarrer Carl Ferd. Werner gelang es lediglich Monstranz und Ciborium in einen nahen Kornacker zu retten. Der Wiederaufbau im neuromanischen Stil erfolgte in den Jahren 1878 bis 1880. Dabei erhielt die Kirche auch wieder ihre Seitenschiffe. Aus der alten Kirche erhielt sich nur der spätromanische Taufstein aus dem 13. Jahrhundert.

1963 wurde die Kirche um den großen rechteckigen Saal erweitert. Der Altar wurde an der Nahtstelle zwischen Alt- und Neubauteil angeordnet. Diese Lösung wurde 1992/94 bei einer gründlichen Renovierung wieder geändert. Durch den Einbau eines Lettners entstanden nun 2 selbständig nutzbare Kirchenräume. Die alte Pfarrkirche wurde nach Motiven des Jahres 1910 ausgemalt und wird jetzt für Werktagsgottesdienste genutzt. Aus dem Marmor des 1963 errichteten großen Altares wurden die beiden neuen Altäre sowie der Ambo gefertigt.

Im Jahr 2000 erhielt die Kirche eine neue Orgel. Diese Orgel hat 28 Register und stellt gemeinsam mit der 1995 erworbenen Chororgel mit 8 Registern ein beeindruckendes Instrument dar.

Eine Besonderheit der Secker Kirche ist die Tatsache, dass der Kirchturm Eigentum der Zivilgemeinde ist.

„St. Johannes“ Waldmühlen

Entstehungsgeschichte der St. Johannes –Kapelle:

Kirchlich gehörte Waldmühlen bis 1614 zum Nachbarort Seck.

Die Filialkirche St. Johannes der Täufer in Waldmühlen gehört zur katholischen Pfarr- gemeinde St. Hubertus in Rennerod.

Der Plan, in Waldmühlen eine Kapelle zu bauen, wurde bereits im Januar 1904 in einer Versammlung (auf Anregung verschiedener Bürger) ins Leben gerufen. Die Versammlung beschloss, einen Verein zu gründen, um das Kapital für den Kapellenbau zu beschaffen. Die Gelder sollten durch Kollekten beschafft werden. Bedingt durch die Weltkriege und die unvorstellbare Armut wurde der Kapellen-Neubau vorerst einmal hintenangestellt.

Im Jahre 1927 baute die Gemeinde eine neue Schule. Die im Jahre 1831 erbaute alte Schule stand jetzt leer und so wurde der einzige Schulsaal im Jahre 1935 als Betsaal eingerichtet, in dem sich die kath. Gemeindemitglieder versammelten. Auch ein kleines Glöckchen wurde am Giebel der alten Schule befestigt. Dieses Glöckchen war ein Geschenk des Herrn Georg Gerz. Unter großen Mühen hatte der ehemalige Soldat dieses nicht gerade leichte Geschenk aus Frankreich mit in die Heimat gebracht. Es trägt eine französische Inschrift und die Jahreszahl 1845. Übrigens hängt dieses Glöckchen heute im Turm von Schloss Montabaur.

Am 26.02.1937 wurde der Betsaal in Waldmühlen eingeweiht und dort regelmäßig Gottesdienste und Andachten gehalten. Im Jahre 1954 brach ein großer Teil der Decke im Betsaal herunter, so dass die Gottesdienste jetzt im neuen Schulgebäude gehalten wurden. Natürlich war das kein Dauerzustand. Der Plan, in Waldmühlen eine Kapelle zu bauen, wurde im Jahre 1954 wieder aufgegriffen. So fanden regelmäßig monatliche Haussammlungen statt und über den damaligen Pfarrer Schönberg wurde vom Ordinariat in Limburg ein Zuschuss von 40.000,- DM zugesagt. Am 28.02.1956 wurde das alte Schulgebäude abgerissen und auf diesem Platz sollte die neue Kapelle gebaut werden. Bedingt durch den allzu frühen Tod von Pfarrer Schönberg am 04.09.1956 wurden nach zähen Verhandlungen mit dem Ordinariat endlich 10.000,- DM bewilligt. Die Kapelle wurde nach dem Entwurf des Diözesanbau- meister Johannbroer errichtet. Sie ist in ihrer Form fast einmalig. Im Juni 1957 wurde mit dem Bau der Kapelle begonnen und trotz eifrigen und regelmäßigen Sammelns traten immer wieder Finanzierungsschwierigkeiten auf. Es mussten immer wieder Bittgänge zum Ordinariat in Limburg gemacht werden. Besonders zu erwähnen sind hierbei 3 Männer die sich in der Sorge um die Finanzierung verdient gemacht haben. Der damalige Bürgermeister Ewald Güth, der 1. Vorsitzende Gottfried Riebel und der Kassierer Karl Gelhardt.

Am 29.06.1958 am Kirchweihfest wurde der erste feierliche Gottesdienst abgehalten. Am 03.11.1958 fand die feierliche Glockenweihe durch Herrn Pfarrer Liebler statt. Am 07.10.1958 wurde das Dach durch Dachdeckermeister Schilling aus Rennerod mit Natur-schiefer belegt. Der neue Altar aus schwedischem Marmor sowie der Tabernakel wurden im Mai 1960 durch die damaligen Jagdpächter gestiftet. Steinmetzmeister Helmut Müller, ein Sohn der Gemeinde Waldmühlen, führte die Marmorarbeiten aus. Der Altarraum wurde mit Wirbelauer Marmor ausgelegt. Am Sonntag nach Johannes dem Täufer am 26.06.1960 fand die feierliche Weihe durch Prälat Dr. Pipenberger aus Limburg statt.

Im Jahre 1982 wurde die Kapelle außen sowie im Innenraum gründlich renoviert. Das 25-jährige Jubiläum konnte so in der schmucken Rundkirche mit Herrn Pfarrer Wüst begangen werden. Zum 50-jährigen Jubiläum im Jahre 2010 wurde die Kapelle durch viele fleißige Helfer aus dem Ort verschönt.

Opfermut und Gemeinschaftsinn der Gemeinde haben einen Bau entstehen lassen, der bis heute nicht nur Mittelpunkt des Dorfes, sondern auch Mittelpunkt des kirchlichen Lebens ist.

(Quelle: Festschrift anl. des 25-jährigen Jubiläums)

 
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